Warum ich mich entschlossen habe, alles hinter mir zu lassen
Anita Sukan
Ich träume von einer Welt, in der jeder sein Leben in die Hand nimmt.

Es war ein stinknormaler Tag. Ich weiß nicht genau, wann es war aber ich war im Büro, in Gedanken bei verschiedenen unheimlich wichtigen To-Do’s die von der Liste gestrichen werden wollten während ich gerade dabei war, die Lebensnotwendigste davon zu bearbeiten.
In einem Konzentrationstief setzte ein Tagtraum ein und folgender Gedanke schoss mir durch den Kopf: Ich habe einen Job, der mich nicht vollständig erfüllt um eine Wohnung zu bezahlen, die – seien wir mal ganz ehrlich – mittelmäßig ist, und um mir Dinge zu kaufen, die ich eigentlich nicht brauche und mir Reisen leisten zu können, für die ich zu wenig Zeit habe.

“Veränderung wird nicht kommen, wenn wir auf jemand anderen oder auf eine andere Zeit warten. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, die wir suchen.”
BARAK OBAMA
Das Dilemma.
Wer hin und wieder meditiert, weiß wie gerne unser Kopf blödsinnige Gedanken produziert. Größtenteils verpufft zum Glück das Meiste gleich wieder. Aber dieser Gedanke war wie ein Wurm, der sich immer tiefer durchbohrte und immer mehr Lebensbereichen einen ranzigen Beigeschmack verlieh.

Es ließ mich nicht mehr los und das Dilemma war perfekt. Mir war danach, alles zu kündigen und mich ins Flugzeug zu setzen aber selbstverständlich ging das nicht. Wovon soll ich dann leben? Wie soll ich dann meine Wohnung bezahlen? Wie soll ich mir dann irgendwas leisten können wenn ich keinen Job habe? Das Risiko ist zu groß und das machte mir Angst.

So ging das eine ganze Weile und du kannst dir bestimmt vorstellen, mit wieviel Leichtigkeit und Elan ich meinen Verantwortungen nachgegangen bin, die für mich keinen mehr Sinn ergaben. Ich fühlte mich in der Situation gefangen und machtlos. Ich versuchte mich damit zu besänftigen, dass ich mich glücklich schätzen könnte, ein gutes Leben führen zu können. Am besten, ich beiße noch ein paar Jährchen durch, dann kann ich es mir leisten, Entscheidungen zu treffen. Dann, dann, dann… Wann dann? Was, wenn ich „dann“ die Entscheidung gar nicht mehr machen kann? Was, wenn ich „dann“ einen Kredit, Kinder oder irgendwelche Krankheiten habe? Was, wenn ich es „dann“ bereue, mein Leben nicht in die Hand genommen zu haben?

Mir wurde plötzlich klar, dass das eigentliche Risiko nicht darin besteht, was passieren könnte wenn man etwas macht, sondern was ist wenn man etwas NICHT macht. Die Ungewissheit machte mir vorher vielleicht Angst aber die Vorstellung, eine alte, verbitterte Frau zu werden, die ihr Leben an ihr hat vorbeiziehen lassen, versetzte mich in Panik. Plötzlich war alles sonnenklar. Ich würde eine Weltreise machen, ich wusste zwar noch nicht wie aber dafür würde sich schon bald eine Lösung finden.

Vision.
Ich bin der festen Überzeugung, dass tief im Inneren jeder von uns ein etwas besserer Mensch sein möchte.
Diese positive Veränderung ist für jeden möglich – egal, ob es um erfüllendere Taten, schönere Worte oder um positivere Gedanken geht.
Ground and Wander soll dir den vielleicht letzten Stups geben, den für dich richtigen Weg zu finden und dich ermutigen, ihn auch zu gehen.
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